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Ist Polens unabhängiges Trikotdesign-Modell die Zukunft der Fußball-Trikots?

  • Unzufriedenheit mit Trikotdesigns: Viele Fußballfans und Vereine beklagen sich über generische Trikotvorlagen von Sportbekleidungsmarken, woraufhin in Polen ein Trend zu unabhängigen Designlösungen entstanden ist.
  • Wonderkitz' kollaborativer Ansatz: Das polnische Designbüro Wonderkitz arbeitet direkt mit Vereinen zusammen, um maßgeschneiderte Trikotkonzepte zu entwickeln, die dann von den offiziellen Ausrüstern wie Macron oder Kappa hergestellt werden.
  • Erfolg und globales Vorbild: Dieses Modell hat sich im polnischen Fußball bereits bewährt, wie die 20 von Wonderkitz entworfenen Trikots in der Saison 26/27 zeigen, und gilt als vielversprechende Lösung für Vereine weltweit, um kreative Kontrolle zu erlangen.

Fans von Vereinen aller Spielklassen beschweren sich oft über die immer gleichen Vorlagen und Designs für Mannschaftstrikots, die von Sportbekleidungsmarken angeboten werden. In Polen beweist jedoch ein schnell wachsender Trend, dass Vereine sich nicht ausschließlich auf die Designteams der Hersteller verlassen müssen, um wirklich maßgeschneiderte Trikots zu bekommen. Das unabhängige Designbüro Wonderkitz hat einen kollaborativen Arbeitsablauf entwickelt, der das Trikotdesign von der Herstellung durch die Marken entkoppelt.

Das polnische Designstudio Wonderkitz arbeitet mit Teams zusammen, um wirklich maßgeschneiderte Designs zu kreieren

Anstatt unter einem einzigen Markennamen zu agieren, arbeitet Wonderkitz direkt mit Vereinen aus den obersten Spielklassen Polens zusammen, um maßgeschneiderte Trikotkonzepte zu entwickeln. Sobald ein Design, das lokale Geschichte, regionale Grafiken oder individuelle Details beinhaltet, mit dem Verein abgestimmt ist, übernimmt der offizielle Ausrüster des Teams – wie beispielsweise Macron, Kappa oder Hummel – die eigentliche Herstellung und den Vertrieb. Dieser Ansatz ermöglicht es den Ausrüstern, erstklassige, einzigartige Trikots zu geben, ohne auf aufwendige interne Designprozesse angewiesen zu sein.

Die Saison 26/27 zeigt, wie gut dieses Konzept im polnischen Fußball funktioniert. Das Portfolio von Wonderkitz für die Saison 26/27 umfasst ein schlichtes Auswärtstrikot mit Sternenmuster für Wisła Krakau in Zusammenarbeit mit Kappa, ein elegantes Auswärtstrikot mit marineblauem Kragen für Lech Posen mit Macron sowie ein dunkles, geometrisches Auswärtsdesign für Zagłębie Sosnowiec mit Hummel. Wonderkitz hat in einer einzigen Saison rund 20 offizielle Trikots für polnische Vereine der obersten Spielklasse entworfen.

Ein Vorbild für Ligen weltweit

Dieses unabhängige Designkonzept bietet ein überzeugendes Vorbild für Ligen und Vereine rund um den Globus. Abgesehen von den Spitzenvereinen der ersten Liga haben Vereine oft Schwierigkeiten, von großen Trikotausstattern eine maßgeschneiderte Behandlung zu erhalten, und sind häufig gezwungen, sich zwischen einfacher Mannschaftskleidung und stark eingeschränkten Individualisierungsmöglichkeiten zu entscheiden. Durch die Zusammenarbeit mit unabhängigen Designstudios behalten Vereine die volle kreative Kontrolle und können gleichzeitig die globale Produktionskraft etablierter Sportbekleidungsmarken nutzen.

Das ist natürlich nichts völlig Neues, wie viele von euch sicher wissen. Vereine und Marken arbeiten manchmal auch mit unabhängigen Designstudios zusammen, wenn es um Trikot- und Wappendesigns geht – zum Beispiel hat das Münchner Designstudio Bureau Borsche das beliebte dritte Trikot des FC Bayern München für die Saison 2024/25 sowie einige Trikots von Venezia entworfen.

Findest du es gut, dass Teams den Designprozess für ihre Trikots auslagern? Schreib uns unten einen Kommentar.