Jacquard-Markenmuster sind bei der UEFA erlaubt, bei der FIFA jedoch verboten: https://www.footyheadlines.com/9825058572/jacquard-brand-patterns-are-allowed-by-uefa-but-banned-by-fifa.html
- Regelungsunterschied bei Jacquard-Mustern: Die UEFA und nationale Ligen erlauben Jacquard-Muster mit Markenlogos unter bestimmten Bedingungen, während die FIFA diese strikt verbietet.
- Spezifische UEFA-Vorgaben: Die UEFA erlaubt die wiederholte Darstellung von Herstellerkennzeichnungen in Jacquard-Mustern, sofern jedes Logo maximal 20 cm² groß ist, farblich abgestimmt ist und keine Beschränkung der Wiederholungsanzahl besteht.
- FIFA-Verbot und Begründung: Die FIFA verbietet Jacquard-Muster, die Markenlogos enthalten, da sie gemäß Abschnitt 10.3.5 als illegale kommerzielle Markenzeichen und nicht als einfache Trikotstruktur eingestuft werden.
Es herrscht die weit verbreitete Meinung, dass die Ausrüstungsvorschriften der UEFA die strengsten der Welt sind und Marken oft dazu zwingen, schöne nationale Designs für europäische Spiele anzupassen. Doch wenn es darum geht, Markenlogos direkt in den Stoff eines Trikots zu integrieren, sind die UEFA und die nationalen Ligen tatsächlich weitaus nachsichtiger als die FIFA.
Die Ausnahmeregelung der UEFA und der Premier League: Die 20-cm²-Regel
Fans erinnern sich gerne an die auffälligen, übergroßen Jacquard-Muster mit Markenlogos aus den 1990er Jahren. Heute nutzen Trikots großer Marken diese Regel nicht mehr. Eine große Ausnahme bildete das Umbro-Auswärtstrikot des AFC Bournemouth für die Saison 2021/22, das ein mikrogeprägtes Doppel-Diamant-Muster als Eigenschaft des gesamten Stoffes aufwies.
Viele gehen davon aus, dass Jacquard-Muster mit Markenlogos bei strengen europäischen Wettbewerben verboten wären. Sowohl die UEFA (Artikel 24) als auch der englische Fußballverband (Abschnitt B, Regel 2h) erlauben dies jedoch ausdrücklich:
- Marken dürfen Jacquard-Webungen oder Prägungen verwenden, um eine Art der Herstellerkennzeichnung wiederholt darzustellen.
- Jedes einzelne Logo darf 20 Quadratzentimeter nicht überschreiten.
- Es gibt keine Beschränkung hinsichtlich der Anzahl der Wiederholungen oder ihrer Platzierung.
- Das Muster muss farblich abgestimmt sein (in der Grund- oder Nebenfarbe des Trikots), sodass es eher als dezente Textur denn als kontrastreiches Branding wirkt.
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Außerdem dürfen die Mannschaften EINE Art von Mannschaftskennzeichnung als dezentes, durchgehendes Muster auf ihrem Trikot anbringen. Was bedeutet das?
Die aktuellen UEFA-Regeln würden das Jacquard-Muster der legendären blaugrünen Barcelona-Kappa-Trikots aus den 1990er Jahren zulassen. Das gesamte Trikot wäre jedoch nicht erlaubt, da die „Sleeve Free“-Zone für Embleme fehlt.
Die FIFA handhabt das Ganze hingegen anders.
Das strenge Verbot der FIFA: Abschnitt 10.3.5
Abschnitt 5C der FIFA erlaubt es Herstellern, spezielle Fertigungstechniken wie Jacquard-Weberei und Prägung zu verwenden, gewährt aber keine ausdrückliche Ausnahmeregelung für Markenlogos, wie es die UEFA tut. Stattdessen setzt die FIFA Abschnitt 10.3.5 strikt durch, der „dekorative Elemente“ regelt. Die Regel besagt ausdrücklich, dass jedes dekorative Muster Folgendes nicht aufweisen darf:
Die FIFA verbietet Elemente, die „als Markenzeichen fungieren oder irgendetwas enthalten, das den visuellen Eindruck einer Herstellerkennzeichnung erweckt…“
Da die FIFA für gewebte Stoffe keine Ausnahme von dieser Klausel vorsieht, wird jedes Jacquard-Muster, das ein Markenlogo bildet, sofort als illegales kommerzielles Markenzeichen eingestuft und nicht als einfache Trikot-Struktur.
Was das für zukünftige Trikots bedeutet
Ein solches Trikot von Barcelona wäre nach den Regeln zulässig.
Marken, die für nationale Ligen und UEFA-Wettbewerbe entwerfen, könnten mit dezenten, sich wiederholenden Logo-Texturen experimentieren. Bei internationalen Einsätzen unter der Zuständigkeit der FIFA müssen Jacquard-Webmuster jedoch rein ästhetischer Natur bleiben – beschränkt auf kulturelle Motive, abstrakte Geometrie oder andere Designarten.
Wusstest du schon von diesem feinen Unterschied zwischen den FIFA- und UEFA-Regeln? Würdest du dir wünschen, dass das öfter zum Einsatz kommt? Lass es uns in den Kommentaren unten wissen.







