Der FC St. Pauli möchte Trikots für andere Mannschaften anfertigen. 21-22 Trikots sollen bereits am 1. Dezember enthüllt werden

Der deutsche Klub FC St. Pauli konnte keinen geeigneten Ausrüstersfinden, der seine Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit und andere Aspekte erreicht, so dass er in Zukunft seine Trikots selbst herstellen wird. Nun hat sich auch gezeigt, dass der Verein gerne andere Mannschaften ausrüsten möchte.


Kein Adidas, Hummel oder Co. - FC St. Pauli startet eigene Marke, um 21-22 Trikots im Haus herzustellen

"Diese Unabhängigkeit und die Suche nach neuen Wegen war schon immer ein Markenzeichen des FC St. Pauli. Mit unserer eigenen Mannschaftssportkollektion setzen wir daher unseren Weg der Unabhängigkeit konsequent fort", so Präsident Oke Göttlich.



Der Lieferant wird DI!Y genannt. "DI!Y" ist abgeleitet von dem Begriff DIY 'Do it yourself': Do it yourself' abgeleitet", erklärt Göttlich. "Das ist genau das, was den FC St. Pauli ausmacht: nicht immer nur meckern, sondern es selbst besser machen".



FC. St. Pauli lanciert eigene Sportmarke - Interview & mehr Details




Der FC St. Pauli hatte den auslaufenden Vertrag mit dem derzeitigen Ausrüster Under Armour nicht verlängert. Der Verein war auf der Suche nach einem neuen externen Partner, aber keiner konnte die gewünschten Kriterien in Bezug auf Nachhaltigkeit, Transparenz und fairen Handel erfüllen.

Die St. Pauli-Abteilungsleiter Bernd von Geldern und Martin Drust erklärten mehr über das Projekt.

Ziel ist es, "die nachhaltigste Teamsportkollektion der Welt zu produzieren", so Bernd von Geldern, Geschäftsführer Vertrieb. "Wir wollen zeigen, dass Qualität, Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen sich auch bei Leistungsbekleidung nicht ausschließen müssen".



Aus geschäftlicher Sicht ist der Umstieg auf die Eigenproduktion natürlich mit einem Risiko verbunden. Wie war der Entscheidungsprozess in dieser Hinsicht?

Von Geldern: "Wir sagen nicht, dass es das nachhaltigste Trikot sein wird. Es wird die nachhaltigste Teamsport-Kollektion sein, mit allen 55 Produkten. Wir werden alles selbst herstellen, von den Stutzen bis zu den Regenjacken. Wir haben bereits gezeigt, dass es ohne Preiserhöhungen möglich ist, wenn man die Dinge intelligent angeht, als wir die Produktion der Totenkopf- und Kreuzbein-Shirts auf Fairtrade und GOTS umgestellt haben.

Wir werden es nicht als Ausrede benutzen, um alles teurer zu machen Wir haben die Produktionsstätten verändert und an anderen Dingen gefeilt. Wir werden das nicht als Ausrede benutzen, um alles teurer zu machen. Es werden Kosten anfallen, aber das ist unsere Position in dieser Frage. Deshalb hoffen wir auch, dass es Nachahmer liefern wird, die verstehen, dass es nicht nur ein Fußballtrikot ist, sondern ein Statement".

Neben dem Trikot wird Pauli auch ihre Teamsport-Kollektion im eigenen Haus produzieren, alles unter dem wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit. Ist das finanziell tragbar?

Von Geldern: "Wir haben als Verein eine selbstbewusste und starke geschäftliche Entscheidung getroffen. In Zeiten des Coronavirus beginnt man natürlich ein wenig zu schwanken. Nimmst du das gewisse Geld eines Ausrüsters oder gehst du ein Risiko ein? Wir haben uns entschieden, das Thema als Gemeinschaft und als eine gemeinschaftliche Aktion anzugehen, an der unsere Mitarbeiter, Mitglieder, Fans und Interessenvertreter beteiligt sind.

Wir gehen mit Vorverkauf, was das Geschäftsrisiko reduziert Wir gehen mit Vorverkauf, was das Geschäftsrisiko reduziert. Es wird natürlich eine große Belastung für unser Lager und unseren Onlineshop sein, aber wir gehen es mit immenser Freude und Optimismus an".

St. Pauli 21-22 Trikots, die am 1. Dezember 2020 gezeigt werden



Das neue hauseigene St. Pauli-Trikot wird am 1. Dezember zum ersten Mal gezeigt und ist im Vorverkauf erhältlich, kostet 70 Euro - fünf Euro weniger als das Under Armour-Trikot. Die komplette Kollektion wird ab Mai 2021 zu kaufen und zu tragen sein.



Der FC St. Pauli will andere Vereine mit einer neutralen Leitung ausstatten



Laut dem deutschen Sportmagazin Kicker könnten in Zukunft auch andere Vereine auf diesen Zug aufspringen. Der FC St. Pauli will andere Vereine mit einer neutralen Leitung ausstatten.



Was denkst du über den Schritt des FC St- Pauli, eine eigene Sportmarke zu starten? Glaubst du, dass andere größere Teams daran interessiert sind, Trikots aus der von St. Pauli vorgeschlagenen neutralen Linie zu tragen? Kommentier unten, und schau dir das vollständige Interview mit den St. Pauli-Abteilungsleitern Bernd von Geldern und Martin Drust über dieses große Projekt auf der Website des Vereins an.
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